Backup strategie / strategy

Irgendwelche Probleme mit XAMPP für Linux? Dann ist hier genau der richtige Ort um nachzufragen.

Backup strategie / strategy

Postby feynman » 22. February 2005 10:19

Hallo Ihr Lieben,

Präamble:
ja ich bekenne mich zu denen, die XAMPP in einer produktiven Umgebung benutzen. Nach einigem herumlesen und -lernen würde ich das vielleicht anders machen. Aber jetzt ist es halt so und es läuft bisher(>5 Monate) alles prima.

Eigentliche Frage:
Was für eine backup Strategie benutzt Ihr? Zur benutze ich die backup Funktion von xampp um nächtlich ein solches Shell Script zu erzeugen. Danach wird es per ftp auf einen anderen Server übertragen. In dem Verzeichnis füllen sich dann so nach und nach immer mehr solcher Skripte an die ich an immer mal wieder manuell lösche. Das ist, wenn ich mein baldiges Ausscheiden aus diesem Zivildienst betrachte keine wirklich Lösung. Am liebsten wäre es mir, wenn automatisch immer nur das letzte, vielleicht auch noch das vorletzte Tages, Wochen und Monats backup bleibt. Ich lasse mich gerne belehren, wenn eine andere Backup Strategie schlauer ist. Auf jeden Fall hätte ich gerne ein Backupsystem das automatisch alte backup bereinigt. Da auf dem (Uralt-)Rechner abgesehen von XAMPP nur die Basispakete von Sarge installiert sind reicht mir das als backup für alle Fälle.
Mit besten Grüßen,
Max Hoffmann
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Postby Ceelight » 22. February 2005 10:23

Hi,

vielleicht hilft Dir das:

http://community.apachefriends.org/f/viewtopic.php?t=4772

Gruß
Cee
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nicht ganz

Postby feynman » 22. February 2005 10:41

Ja das ist schon mal sehr interessant...
Hochachtung v.a. ob der schnellen Antwort!
mit shell-Scripting sollte und werde ich mich auf jeden Fall auch mehr auseinandersetzen. Allerdings liegt mein Hauptproblem nicht im erstellen von Backups sondern vielmehr das kopieren (und pflegen der Kopien) via ftp. Das sichern alleine ist ja mit der lampp backup Funktion ja schon sehr schön gelöst.

Ich kopiere die *.sh Dateien per FTP auf einen anderen Server. Wenn ich bisherige Backup dort löschen will scheitere ich schon daran, dass ftp keine Wildcards kennt. Soll es ja auch nicht, aber gibt es irgendwelche Wege drumrum?
Anbei mal mein bisheriges Skript, was natürlich so nicht funktioniert:

#! /bin/sh
cd /opt/lampp/backup
pwd
rm -rf *.sh
/opt/lampp/lampp backup ***
cd /root
ftp ftp.medizin.fu-berlin.de <<eof
cd lib/backup
rm -rf *.sh
lcd /opt/lampp/backup
put *.sh
chmod 700 *.sh
bye
eof

Viele Dank für jegliche Hinweise
Max
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Postby Ceelight » 22. February 2005 10:46

Dann schau Dir meine Lösung nochmal genauer an. Ich habe nur Dateien, die backup<x>.tar.gz heissen. D.h. ohne Datumsangabe (brauchts ja auch nicht - steht ja in den Dateieigenschaften). Das Skript überschreibt immer die älteste Datei. Die kannst Du natürlich dann auch mit einem Skript auswählen und an den ftp schicken. Somit hast Du immer drei Backups, die sich automatisch überschreiben und das auch auf dem ftp...

Eigentlich musst Du nur mein Skriupt anpassen ;)
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Postby deepsurfer » 22. February 2005 10:56

Der Backup-Rechner (wo sarge) drauf ist, ist es auch eine Linux kiste oder Windows ?

Ich ziele daraufhin ab das du dann auf dem BACKpc ein script einbaust.
sprich...das dieser getrennt von backupvorgang arbeitet.

Gedankensprung:
Bei einerm Linux-BACKpc ein script schreiben das per CRONjob gestartet wird. Dieses Script überprüft in diesem einem Verzeichniss die Dateinamen der backupfiles (die via ftp rüberkamen) durch einen Algorythmus kannst du im Script eine Datumsabfrage bauen, und erfüllt ein dateiname einen zahlen wert (älter als drei tage) so wird diese vom script gelöscht.
Im enddefekt brauchst du nur nach "xx.sh" scannen lassen und weicht ein wert um den betrag 3 ab, so wird gelöscht.
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umpf ähem

Postby feynman » 22. February 2005 11:05

zu Ceelight: Ja stimmt, habe das Script nur überflogen. Ist ja genial einfach die Lösung. Danke noch einmal.

zu deepsurfer: Ja, ist ein Linux Server mit apache, allerdings habe ich darauf nur ftp Zugriff. Ansonsten ein gute Idee.
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Postby Ceelight » 22. February 2005 11:35

Helfe gerne weiter. Ich finde das bash skripting so easy und wundere mich, dass sich damit nicht noch mehr Leute beschäftigen. Ich kann als Einstieg übrigens die Hefte des Knowware-Verlags empfehlen (www.knowware.de). Hier vor allem "Linux für Poweruser" - kostet 4 Euronen...

Wenn Dein Skript fertig ist würde mich Deine Lösung interessieren.

Viel Spaß ;)
Cee
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Postby feynman » 22. February 2005 16:12

@Ceelight
Vielen Dank für Deine Ratschläge. Das gab eine schöne Lernkurve:
Unter Benutzung Deines Scriptes habe ich jetzt mal folgendes gebastelt:
Code: Select all
#! /bin/sh

#Variablen für backup-Dateinamen deklarieren
B1=backup1.sh
B2=backup2.sh
B3=backup3.sh

#In das LAMPP Backup Verzeichnis wechseln
cd /opt/lampp/backup

#Die älteste unserer backup Dateien bestimmen
OLD=$(ls -tr backup*.sh | head -1)

#Backup ausführen
/opt/lampp/lampp backup ***

#Wenn noch kein Backup ausgeführt wurde existiert noch keine Datei. Das neu angelegte backup wird $B1 umbenannt

#und die Dateien $B2 und $B3 angelegt. Ansonsten wird die älteste $B* ersetzte
if [ -z $OLD ]; then
  mv x*.sh $B1
  touch $B2 $B3
else
  mv x*.sh $OLD
fi

#Jetzt muss nur noch diese älteste $B* per ftp auf den backup Server kopiert werden
ftp ftp.medizin.fu-berlin.de <<eof
cd lib/backup
lcd /opt/lampp/backup
put $OLD
bye
eof

Scheint bei mir fehlerfrei zu laufen. Dieses KnowWare Heftchen muss ich mir auf jeden Fall besorgen. Vorab aber noch eine Frage: Wo finde ich dieses "if [ -z VAR ]" Konstrukt dokumentiert?
Vielen Dank.
Max
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Postby Ceelight » 22. February 2005 20:27

Na das sieht ja mal gut aus :)

Ich wusste nicht, dass man ein file per mv in ein tarball manövrieren kann. Wird das denn dann komprimiert?

Wegen if: google ist Dein Freund (sorry, aber ich müsste auch suchen...) 8)
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Postby feynman » 23. February 2005 08:37

Na das sieht ja mal gut aus

Danke :D

Ich wusste nicht, dass man ein file per mv in ein tarball manövrieren kann. Wird das denn dann komprimiert?


Uups, nee. Tu ich doch gar nicht, will ich auch gar nicht. Habe ich etwas übersehen?
lampp backup spuckt eine ein Shell Script aus und das wird einfach umbenannt. Vielleicht wäre einen Teerball draus machen noch schlauer. daran habe ich noch nicht gedacht. Danke insofern.
Bis denne,
Max
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